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DISKOGRAPHIE
2001 Wildcard
(as Sananda Maitreya)
1995 Terence Trent D'Arby's Vibrator
1993 Symphony Or Damn
1989 Neither Fish Nor Flesh
1987 Introducing The Hardline According To T.T.D'Arby
SURFTIPS
Sananda
Records
Zwei Leben in einem: bei Terence und Sananda zu Hause. In deutsch
und englisch!
Sananda
Promotion
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Raten mit LAUT: ist der Vater in den USA Reverend und ehemaliger
Gitarrenspieler und die Mutter Gospelsängerin, was kommt dann
zu 99% auf den Sohn zu? Natürlich, der Kirchenchor. Weltliche
Musik sollte allerdings nicht an des Jungens Ohren dringen, so dass
Terence die Stones und Marvin Gaye heimlich übers geliehene
Transistorradio hören musste. Schlagzeug lernen durfte er allerdings
schon mit 6 Jahren, also 1968.
Die D'Arbys wohnen nicht lange in Manhattan und schleppen ihren
kleinen Musikus nach Florida, New Jersey und Chicago, wo er u.a.
eine Schule für Höherbegabte besucht. Auf Druck der
Eltern geht Terence später aufs College und studiert Journalismus,
bis er Anfang der Achtziger zur Army nach Deutschland kommt. Wie
es der Zufall (?) will, wird er ins legendäre hessische Regiment
abkommandiert, in dem schon Elvis Presley 1958 in seinen Schlafsack
kroch.
Erst nach 18 Monaten verlässt er die strenge Ausbildung
und hat außer Regeln des Gehorsams auch Erfahrungen in der
neunköpfigen Soul- und Funkband The Touch gesammelt. 1986
sattelt er nach London um, nachdem Columbia Records an seinen
Demotapes Interesse zeigt und 1987 passiert es: "Introducing
The Hardline According To T.T.D'Arby". Ein Album wie ein
Steinschlag. Die Soulszene erzittert. Acht Millionen verkaufte
Exemplare weltweit, davon allein zwei in England. New Prince of
Pop. Auch der Künstler selbst ist beeindruckt: "Mein
Album ist besser als das 'Sgt. Pepper'-Album der Beatles".
Nicht zuletzt dank der Singles "Sign Your Name", "If
You Let Me Stay" und dem Crossover-Hit "Wishing Well"
ziert D'Arby als erster Afro-Amerikaner seit Jimi Hendrix eine
Rolling Stone-Titelstory mit einem Debutalbum. Das Nachfolge-Werk
"Neither Fish Nor Flesh" schneidet 1989 dagegen wenig
bahnbrechend ab. Kritiker monieren den lauen Aufguss alter Erfolgsrezepte.
Nach einer dreieinhalbjährigen Pause, in der D'Arby ein eigenes
Studo in LA einrichtete, erscheint sein drittes Album, das in
seiner Stilvielfalt auch beim Publikum wieder besser abschneidet.
Vor allem die Hitsingle "Delicate" mit Des'ree dürfte
viele Käufer mobilisiert haben.
1995 erscheint das zugleich rockige und soulfunkige Werk "Terence
Trent D'Arby's Vibrator". Die satirische Single "Supermodel
Sandwich", auf der D'Arby die narzistische Welt der Supermodels
aufs Korn nimmt, erscheint folgerichtig auf dem Soundtrack des
themenverwandten Modestreifens "Pret-A-Porter" von Robert
Altman. Kurios: auf dem TTD-Album ist außerdem ein gewisser
Luke Goss, ehemals Bros, als einer der Drummer vermerkt! Da das
Album erneut wenig Zuhörer findet, hat Sony die Nase schließlich
voll und sagt dem Songwriter leise Servus.
Terence unterschreibt daraufhin bei dem kleinen LA-Label Java,
veröffentlicht aber nichts. Ein angeblich aufgenommenes Album
"The Solar Return Of TTD" erscheint auch nicht. Dafür
nennt sich Terence 1998 plötzlich Sananda Maitreya. Grund
dafür ist nicht etwa eine Konvertierung, sondern: "Terence
Trent D'Arby ist das Vehikel, durch das Sananda ihr/sein Licht
scheinen lässt." (TTD auf dem Java Records Message Board)
Der Maitreya Mythos beruht nach einer alten spirituellen Lehre
auf einem Weltenlehrer, der eines Tages auf die Erde zurück
kehrt, um allen Menschen bei der Rettung globaler Probleme zu
helfen. Im selben Jahr sieht man D'Arby außerdem mit INXS
als Ersatz für den verstorbenen Michael Hutchence auf einer
Bühne in Sydney.
"Wildcard", D'Arbys erstes Album als Sananda wird 2001
ausschließlich im Internet veröffentlicht. Erst nachdem
Plattenfirmen wieder Interesse anmelden, gibt es "Wildcard"
auch auf Silberling. Allerdings vorerst nur in Deutschland. In
Teilen Europas ist D'Arby im November/Dezember 2001 als Vorgruppe
der Reggae-Oldies UB40 zu sehen.
(Note: Sananda will NOT tour with UB40 anymore!)
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