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GÄSTELISTE
IM GESPRÄCHTERENCE TRENT D'ARBY / SANANDA MAITREYA At: http://www.gaesteliste.de/
Das dazugehörige Album "Wild Card" wird mit einiger Verspätung
veröffentlicht, die Aufnahmen entstanden bereits 1998. Schuld daran,
so D'Arby, sei sein altes Label Sony. "Die wollten sie nicht veröffentlichen.
Also habe ich die Rechte zurück gekauft, und auch die Rechte an künftigen
Aufnahmen werde ich haben. Es ist sehr wichtig für Künstler,
daß wir unsere Arbeit behalten, damit wir nicht von diesen Firmen
ausgebeutet werden". Nicht gerade freundliche Worte vom ehemaligen
Schützling. "Im Grunde sind das Idioten, die keinerlei musikalisches
Talent besitzen. Die Leute, die diese Firmen leiten, waren vorher bei
der Luftfahrtabteilung irgendeines riesigen Konzerns oder so. Denen geht
es nur um Verkäufe und nicht um Musik". Man gewinnt den Eindruck,
D'Arby sei seit 1995, als sein letztes Album "Vibrator" erschien,
vor allem damit beschäftigt gewesen, sich mit Sony herumzuschlagen.
Hindert die Industrie die Künstler daran, sich auf die Musik zu konzentrieren?
"Ganz sicher versucht sie es", schimpft D'Arby. "Dort sitzen
Leute, die keinen Sinn für Seele oder Individualität besitzen.
Sie werden sich allerdings selbst zu Grunde richten. Viele Freunde von
mir sind sehr unglücklich mit der Situation. Sie müssen sich
vor allem darum kümmern, die Ideen anderer Leute umzusetzen. Das
werden sie sich nicht mehr lange gefallen lassen". Ein Aufstand der
Musiker scheint bevorzustehen, wenn man ihm glauben darf. "Sie werden
es wie ich machen und sich eine Situation aufbauen, die es ihnen erlaubt,
sich nicht mehr um diesen Bullshit kümmern zu müssen. Niemand
braucht diese Firmen. Vielen wird das jetzt klar und sie suchen sich andere
Wege. Das ist gerade eine sehr interessante Zeit, weil viele merken, wie
kreativ man sein kann, wenn man sich wohl fühlt. Dieser Satz, daß
große Kunst aus der Misere geboren wird, ist Quatsch. Es ist sehr
viel einfacher, gut zu sein, wenn es dir selbst gut geht".
Mir ist wichtig, was es für mich bedeutet. 'Sananda'
ist für mich meine Seele und 'Maitreya' mein Geist. Später habe
ich dann entdeckt, daß 'Sananda' für mich bedeutet: Jemand,
der schreibt, der einen Stift benutzt. Der Name des Stiftes war Terence,
und als Terence irgendwann die Tinte ausging, war mir klar, daß
ich nicht der Stift war, sondern der Schreiber, Sananda". Klingt
nicht nur leicht esoterisch, sondern auch sehr entschlossen. Warum steht
dann immer noch sein alter Name auf dem Cover? "Das war ein Zugeständnis
an meine Freunde. Ursprünglich wollte ich Sananda Maitreya als ganz
neuen Künstler präsentieren. Ich denke auch, das hätte
funktioniert, denn ich glaube, die Songs auf 'Wild Card' werden Leute
finden, die sie mögen".
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